Ausflug nach Baden-Baden
Ausflug der Klassen 8a und 7c ins Frieder Burda Museum Baden-Baden
Am Dienstag den 08.02.2011, gingen die Klasse mit ihren Klassenlehrer Herrn Reichert und Frau Raichle und die Klasse 7c mit ihrem Klassenlehrer Herrn Maier in das Frieder Burda Museum in Baden-Baden. Die Klassen fuhren mit dem Bus dorthin. Das Gute war, die Busfahrt dauerte nicht so lange, zum Glück aller, denn im ganzen Bus herrschte freudige Spannung. Die Fahrt dauerte bei 152km, 1 Stunde und 34 Minuten. Während der Fahrt hielt der Bus einmal und die Klassen konnten Pause machen. Danach ging es weiter.
Als die Klassen ankamen, durften die Schüler noch eine halbe Stunde durch Baden-Baden laufen. Dabei hatten die Klassen viel Spaß und konnten ihr Geld beim Shoppen oder im Mc Donalds ausgeben. Alle kehrten glücklich wieder zurück, und versammelten sich wieder beim vereinbarten Treffpunkt. Dann konnte es losgehen. Nach einem ungefähr 10 minütigen Spaziergang durch einen Park kamen wir am Frieder Burda Museum an.
Schon in der Eingangshalle stand einer der Figuren aus Glas- und Polyesterharz. Es stellte einen Mann dar. Um genau zu sein einen Maler, der mit einem Pinsel die Wand rosafarben strich. Ohne ihn würde die große Eingangshalle noch leerer wirken. Neben ihm war eine lange Sitzbank, auf der die Klasse 8a erst mal auf ihre Führerin wartete, die ungefähr 20 Minuten später kam. Als sie da war, verteilte sie Headsets an die Schüler. Diese Mikrofone dienten dazu, dass die Klasse ihre Führerin besser verstehen konnte. Sie begrüßte alle freundlich und offen. Danach teilten sich die Klassen 8a und 7c auf und die Führungen gingen los. Die Klasse 8a in der ich bin, lief als erstes durch den ersten Stock und stellte sich in einem Abstand von 5 Schritten um die Figur Queenie, die eine Putzfrau darstellte. Das Erstaunliche war, man dachte die Figur schiebt ihren Putzwagen gleich weiter und schrubbt den Boden im Museum blitzeblank. Wir durften die Figur aber leider nicht berühren, obwohl es sicher spannend gewesen wäre, nicht nur die Entstehung des Körpers und des Gesichtes zu erfahren, sondern zu fühlen was Duane Hanson geschaffen hat. Die Führerin erklärte die einzelnen Arbeitschritte des Duane Hanson, wie er auf seine Arbeit gekommen ist, und warum er dies tat. Zum Beispiel setzte Hanson seinen Figuren am Anfang nur Perücken auf. Das änderte sich aber bald und er setzte jeder seiner Figuren einzeln die Körperhaare ein. Und er achtete immer darauf, dass die Augen der Figuren immer nach unten gerichtet waren. Duane Hanson wollte zeigen, was ihm nicht gefallen hatte, zum einen die Abtreibung zum anderen die Unterdrückung der Schwarzen.
Die gleichen Gedanken hatte wohl auch der Fotograf Gregory Crewdson der sehr schöne, doch auch traurige Bilder zu diesen Themen inszeniert hat. Zusammen gearbeitet haben die beiden nicht.
Abtreibung: Duane Hanson hat hierzu eine Skulptur, die aus einem Mülleimer besteht, erstellt. Erst nach genauerem Hinsehen bemerkt man das in der Mülltonne ein frisch geborenes Kind liegt. Doch es ist tot. Es bedeutet zwar nicht, dass es abgetrieben wurde, sondern dass das Kind nicht erwünscht war und nach der Geburt getötet und weggeschmissen wurde.
Unterdrückung der Schwarzen: Bei diesem Thema hat der Künstler Gregory Crewdson eine Szene fotografiert, in der ein Polizist einen Schwarzen mit einem Knüppel niederschlägt.
Nachdem die Klasse jetzt mehr über Duane Hanson wusste, gingen wir weiter zu einer anderen Figur, die vollkommen aus Bronze bestand. Bei diesen Figuren gab es keine Körperbehaarungen.
Die Klasse schaute alle Figuren im ersten Stockwerk an und zu jedem wusste die Führerin etwas anderes.
Fakten über Duane Hanson:
- Er wurde am 17. Januar 1925 in Alexandria, Minnesota, geboren
- Er war einer der einflussreichsten Vertreter der Bildhauerei
- Er stellte menschliche Figuren her
- Er wehrte sich gegen Abtreibung und Krieg
- Er ist am 6. Januar 1996 in Boca Raton, Florida, gestorben
Fakten über Gregory Crewdson:
- Er wurde am 26. September 1962 in Brooklyn geboren
- Er ist ein amerikanischer Fotograf
- Seine Werke spiegeln bedrückende oder menschliche Geschichten
- Nur wenige Werke sind wegen schwieriger Herstellung fertig oder präsentierbar
Die Klassen trafen sich nach dem Ausflug noch einmal und es wurde ausgemacht, dass sie noch ein bisschen durch Baden-Baden laufen dürfen. Diese Zeit ging sehr schnell um und am Ende waren alle wieder da. Ich glaube jeder hatte eine eigene Meinung zu den Bildern und zu den Figuren. Es ist doch unterschiedlich, denn die Figuren sind zum Anschauen, zum Vergnügen da, doch die Bilder sind ernster, man kann in seine eigene Welt eintauchen. Jeder sieht etwas anderes in einem Bild. Und ich glaube auch, dass Gregory Crewdson und Duane Hanson den Menschen, die ihre Werke betrachten, mit auf den Weg geben wollen, jeder Mensch ist sich selber. Man sollte nicht abhängig voneinander sein. Sie haben eine ernste Welt für sich selber erschaffen und ich muss sagen, ich persönlich fand die Bilder besser. Insgesamt war der Ausflug wirklich aufschlussreich und war eine gute Idee.
Tania!!

