Das Klassenzimmer der Zukunft ?!
Die Schüler und Schülerinnen der mathematischen Arbeitsgemeinschaft (FbbS) der Realschule Pfedelbach fuhren mit der Bahn nach Fellbach. Ihr Ziel war das Virtual Dimension Center, ein dreidimensionales Lernlabor. Sie wurden durch die Lehrkräfte Werner Kraft und Timo Reichert begleitet.
Im sogenannten Certified Cyber-Classromm Labor konnte die Schülergruppe nach einer kurzen Einführung durch Katja Öchsner und Emanuel Kilger von der Firma Vinsenso, die diesen Raum eingerichtet hat, selbstständig agieren.
Der erste Bereich war das magnetische Feld eines quaderförmigen Magneten. Zum Greifen nah schwebte der rotgrüne, quaderförmige Magnet durch den Raum. Ein Schwenk mit der dreidimensionalen Steuerung und der Körper dreht sich mitsamt den ihn umgebenden bogenförmigen Feldlinien um die eigene Achse. Sogar die Vorgänge im Innern des Magneten konnte auf dem Bildschirm sichtbar gemacht werden. Die Schülergruppe war überrascht. Anders als im herkömmlichen Physikunterricht, in dem Feldlinien beispielsweise mit Eisenspänen auf dem Tageslichtprojektor dargestellt werden, erlaubte das virtuelle Klassenzimmer dreidimensionale Darstellungen unterschiedlichster Lerninhalte. Sehr interessant war auch der Blutkreislauf des Menschen im dreidimensionalen Raum.
In der anschließenden Diskussionsrunde betonten die Schüler und Schülerinnen, wie durch diese Medium in relativ kurzer Zeit schwer darstell- oder erklärbare Sachverhalte aus den technischen und naturwissenschaftlichen Bereichen sehr gut dargestellt werden können. Das Lernen erfährt dadurch eine neue Tiefe – den dreidimensionale Raum. Allerdings waren sie sich auch im Klaren, dass die Kosten für die Einrichtung eines Lernlabors dieser Art hoch sind.
Die Stuttgarter Zeitung hat in ihrer Ausgabe vom 12. 3. 2011 die Überschrift „Das Ende der schulischen Kreidezeit“ anlässlich der Eröffnung dieses Virtual Dimension Centers verwendet. Die Schüler und Schülerinnen aus der Pfedelbacher Realschule sahen dies etwas differenzierter. Der Lehrer vor der Kreidetafel hat nach ihrer Meinung weiterhin seine Berechtigung.
Werner Kraft

