Das Nibelungenlied – die diesjährige Lektüre der Klasse 7a
Viele kennen das Nibelungenlied. Eine spannende Sage über Liebe, Hass, Rache, Leben und Tod.
Es ist um das Jahr 1200 zwischen Passau und Wien entstanden. Der Autor ist unbekannt. Wie alle anderen Sagen stützt sich auch das Nibelungenlied auf wahre Orte und Begebenheiten. Am Anfang ist Siegfried, ein berühmter Königssohn, der aber schwer zu bändigen ist, die Hauptperson, während nach seinem Tod die Rolle der Hauptperson seine ehemalige Frau, Kriemhild, übernimmt. Da kommt dann auch Siegfrieds Mörder Hagen in den Blickpunkt. Eine tragende Rolle spielen auch Gernot, Gunther und Giselher, die drei Könige des Burgundenlands, die Brüder von Kriemhild.
Da Siegfried so ungestüm und so schwer zu erziehen ist, schickt ihn sein Vater, König von Xanten, zu dem Schmied Mimer, der den Jungen züchtigen soll. Da Meister Mimer auch nicht von Siegfried begeistert ist, bringt er ihn mit einem Trick dazu, zu versuchen den grauenvollen Drachen zu töten, der in dieser Gegend alles zerstört. Schon viele waren an dieser Aufgabe gescheitert. Doch mehr durch Glück als Verstand besiegt Siegfried den Drachen. Da Drachenblut unverletzbare Haut macht, badet er sich darin, was ihm noch sehr helfen sollte. Er hat nur nicht gemerkt, dass ihm ein Lindenblatt auf seine Schulter gefallen ist, so dass er da verwundbar wurde. Schließlich reist er ins Burgundenland und bekommt dort das Schwert Balmung, welches alles durchtrennen kann. Als er dann bei den drei Königen Gernot, Gunther und Giselher ankommt um die schöne Kriemhild zu freien, macht er auch Bekanntschaft mit Hagen, dem Oheim der drei Könige. Außerdem heiratet Siegfried auch Kriemhild. Hagen hat eine klare Abneigung gegen Siegfried, weswegen er ihn umbringt, obwohl dieser dem burgundischen Volk sehr geholfen hat, indem er es beispielsweise vor dem Angriff Dänemarks und Sachsens gerettet hat. Trotzdem schafft es Hagen, ihm seinen Speer in die Schulter zu rammen. Blind vor Rachegelüsten heiratet Kriemhild den Hunnenkönig Etzel nur um sich an Hagen zu rächen. Doch sogar Etzel verliert gegen Hagen und seinen Leuten. Schließlich hat Hagen Balmung. Balmung kam von einem Zwergenkönig, den Siegfried zu seinem Freund gemacht hatte. Der Zwergenkönig besaß den so genannten Nibelungenhort, einen Schatz, der gigantische Ausmaße hatte. Doch den hatte Hagen im Rhein versenkt. Sogar heute suchen Forscher immer noch nach dem Nibelungenhort. Die Geschichte hat kein gutes Ende.
Die Geschichte ist im schwer verständlichen Mittelhochdeutsch geschrieben. Auch ist sie sehr lang, aber die meisten heute zu kaufenden Bücher dieser Geschichte sind überarbeitet, gekürzt und ins Neuhochdeutsche übersetzt.
Im Deutschunterricht lesen wir das Buch gemeinsam und finden es spannend und abenteuerlich zugleich. Ich empfehle es weiter.

